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Jahre Haller Willem Die Eisenbahn Osnabrück - Bielefeld: Vom Dampfzug zum Schnelltriebwagen |
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| Korrekturen - Ergänzungen - Fragen |
| Totgeglaubte leben länger. Das kann
man beim "Haller Willem" mit Fug und Recht behaupten. Kaum ein Mensch
hätte nach der Einstellung des Personenverkehrs 1984 und dem
Ende des Güterverkehrs 1993 auf dem Streckenstück
zwischen Osnabrück und Dissen-Bad Rothenfelde jemals an eine
Wiederaufnahme des Eisenbahnbetriebs geglaubt. Zu eindeutig waren die Fahrgastzahlen bei der Eisenbahn in den letzten Betriebsjahren gewesen. Auch die ab Dissen zwischenzeitlich fertiggestellte Autobahn, die in absehbarer Zeit auch bis Bielefeld durchgehend befahrbar sein wird, ließ die Chancen für eine Reaktivierung der langsameren Eisenbahnverbindung deutlich sinken. | |||
![]() | Als Namensgeber für die
Eisenbahnverbindung ist der in Melle geborene Pferdebuskutscher Wilhelm
Struckemeyer aus Halle anzusehen. Dieser besorgte den Personenverkehr
zwischen Halle und Bielefeld bis zur Aufnahme des Eisenbahnbetriebs und
wurde von seinen Fahrgästen nur "Haller Willem" genannt.
Dieser Name hat sich auch auf die heutigen modernen Triebwagen, die im
Abschnitt Bielefeld - Dissen/Bad Rothenfelde verkehren,
übertragen. Nur selten erreicht eine Bahnstrecke einen solchen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad, wie es beim Haller Willem der Fall ist. Seit 1886 ist sie ein fester Bestandteil des Osnabrücker und Ravensberger Landes. Grund genug also, in einem Buch die wechselvolle Geschichte des Haller Willem in Erinnerung zu rufen. Dieses Buch ist als Weiterführung und Ergänzung des bereits 1983 veröffentlichten Buches zu sehen. Auf 142 Seiten und mit über 370 überwiegend farbigen Fotos und einer bunten Themenmischung finden die Leser von Stationierungsdaten bis hin zu Gleisplänen aller Stationen eine Vielfalt von Informationen. Natürlich gibt es nach dem Erscheinen des Buches keinen Stillstand. Gerade dieses Buch fördert weitere Fotos, Dokumente und Unterlagen hervor, die auf dieser Internetseite vorgestellt werden sollen. Es ist aber auch Platz für Korrekturen und Anmerkungen vorhanden. 115 Jahre Haller Willem Die Eisenbahn Osnabrück - Bielefeld: Vom Dampfzug zum Schnelltriebwagen Lokrundschau Verlag, ISBN 3-931647-14-5, DM 19,80. Bezugsmöglichkeit durch den Buchhandel oder portofrei direkt beim Autor unter: Tel.: 0541-51480 || Fax: 0541-51815 || info@l-huelsmann.de | ||
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| Korrekturen | |
| div.:
Bildautor Bodo Janicke, nicht Janike Seite 25: Nur der Streckenteil Osnabrück-Dissen/Bad Rothenfelde kam zur Direktion Hannover. Der Abschnitt Dissen/Bad Rothenfelde Brackwede kam zur Direktion Essen. Seite 26: Einfache Absperrvorrichtungen (z.T. Holzschiebebalken) waren schon 1905 teilweise vorhanden. Seite 26 oben: Bildautor: nicht Bodo Janicke sondern Wilhelm Siebert, Stadtarchiv Halle, bei der Lok handelt es sich um die 38 1993 Seite 29: Der Einsatz von Lokomotiven der Georgsmarienhütte endete wohl schon 1946. Seite 51: Nicht Hasbergen sondern Hankenberge Seite 55: Zeichnung mittig: Straßenseite und nicht Gleisseite Seite 69 oben: Bildautor: nicht Bodo Janicke sondern Heimatverein Steinhagen Seite 140: Bildunterschrift oben, 2. Zeile, ...in Brackwede auf die Hauptbahn (nicht Hauptbahnhof) |
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| Ergänzungen | |||
![]() | Zeichnung aus dem Jahre 1885 des in
Halle errichteten Empfangsgebäudes. Das in Hannover zu klein
gewordene Gebäude wurde zerlegt und per Bahn und
Pferdefuhrwerk nach Halle gebracht, um dort neu errichtet zu werden. Wie auch in Dissen-Bad Rothenfelde ist das Gebäude später erweitert worden. Im Januar 1964 wurde das Gebäude dann abgerissen. Zeichnung: Slg. Beinkämpen | ||
![]() | Eine Zeichnung des Wasserturms der
Station Borgholzhausen aus dem Jahre 1901. Der Dampfkessel, die
Dampfmaschine, die Wasserpumpe, beide Wasserkästen, die
Armaturen und die Rohrleitungen waren beim Umbau des Bahnhofs Haltern
frei geworden und wurden in Borgholzhausen in das Gebäude
eingebaut. Zeichnung: Slg. Beinkämpen | ||
![]() | Die im Osnabrücker Stadtteil
Schinkel als Denkmal aufgestellte Lok 042 052 wird am 18. September
2001 in den Bestand der Osnabrücker Dampflokfreunde e.V.
übergehen und zum Piesberg überführt werden. Beim Bahnhofsfest in Oesede wurden von einem ehemaligen Lokführer aus seinen Dienstkalender zwei Fahrten dieser Lok auf der Strecke des Haller Willem nachgewiesen. Es war dies die Züge 8888 und 8889 von und nach Dissen am Dienstag, dem 4. März 1969. Foto: Lothar Hülsmann | ||
![]() | Von einer Käuferin des
Buches "115 Jahre Haller Willem" kam beim Betrachten des Inhalts der
Ausruf: "Da habe ich aber einen viel älteren Plan von Oesede".
Es handelt sich um einen handkolorierten Plan der Deutschen Reichsbahn
aus dem Jahre 1927. Die Abbildung links zeigt einen Ausschnitt daraus. Abbildung: Sammlung Hans Menke | ||
| Willi
Koch aus Dissen berichtet: "Da, wo der Fotograf auf Seite 54 oben rechts gestanden hat, habe ich von 1928 bis 1952 gewohnt. Stationsvorstand Adolf Eberhard (Seite 53 Mitte) war mir 1931 bei der Beschaffung einer Lehrstelle beim Reichsbahn Ausbesserungswerk in Osnabrück behilflich. Von 52 Bewerbern wurden zwei ausgewählt. Einer davon war ich. Im Lehrvertrag stand dann aber die Bedingung, in Osnabrück eine Wohnung zu nehmen. Das war zu teuer und so wurde ich kein Eisenbahner. Mit Gottlieb Schönknecht (Seite 52 oben rechts) habe ich, wenn ich als Soldat Heimaturlaub hatte, manche Partie Doppelkopf bei Ellerweg in Hankenberge gespielt. Auf Seite 25 die "R 6 Story" habe ich indirekt miterlebt. Mein täglicher Weg mit dem Fahrrad nach Dissen zur Lehrstelle führte an diesem Bahnübergang vorbei. Spätabends waren die meisten Schachteln schon vom in Rothenfelde diensttuenden "SA-Sturm geraubt" worden, aber als ich vorbei kam, lagen noch viele einzelne Schachteln herum. Am gleichen Bahnübergang geschah um 1930 ein Unglück. Eine haushohe Schneewehe war dort entstanden. Für die Züge wurde auf gut Zugbreite eine Schneise geschaufelt. Der Rottenführer Kleine aus Hilter kam dabei ums Leben." |
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Der
GottliebsteinDen Gottliebstein (siehe Seite 52 oben rechts) gibt es noch! Nach Aussage eines Besuchers des Bahnhofsfestes am 26.8.01 in Oesede ist der Stein bei der Auflösung der Station Hankenberge mit einem Trecker abgefahren worden und schmückt heute einen Vorgarten. Nebenstehend in der Mitte der Gottliebstein in einem in Hankenberge 1932-35 angelegtem Steingarten. Das Personal der Station Hankenberge gewann einen Preis für die Gestaltung des Bahnhofsbereichs. Foto: Haase | |||
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| Fragen | |||
| Herr
Jörg Buck aus Halle/Westf. berichtet von einem
Gespräch mit einem Lokführer eines aus Hamm kommenden
Güterzugs, der in Brackwede 1950/51 eine Dampflok der Baureihe
61 vor dem Haller Willem auf der Fahrt nach Halle gesehen hat. Gibt es
weitere Erkenntnisse oder sogar Fotos über den Einsatz dieser
in Bielefeld beheimatet gewesenen Baureihe auf dem Haller Willem? Tel.: 0541-51480 Fax: 0541-51815, Mail: info@l-huelsmann.de | |||